Als Full-Service Makler-Agentur bietet SVL Sports, unter dem Management von Jörg Scherf und Heiko Volkert, Profi- und Amateursportlern wie auch Vereinen Versicherungen rund um den Sport an. Für unseren Blog haben wir mit Jörg Scherf, Geschäftsführer von SVL Sports, über Spezialversicherungen im Radsport gesprochen.

  1. Warum braucht der Radsport Spezialversicherer? Wo liegt die große Herausforderung bei Versicherungen im Radsport?

Zum einen gibt es nicht viele gute Versicherer, die das Risiko „Berufsradsport“ überhaupt abdecken, und zum anderen benötigt man einen angepassten Service rund um den Radsport. Große Herausforderungen gibt es viele. Das fängt an bei einer ständigen Erreichbarkeit für die Teams oder Sportler, die wir vertreten. Und es hört auf mit maßgeschneiderten Versicherungspolicen für den Profi. Der Radsport ist sehr international aufgestellt und man braucht dafür einen Top Service, ein gutes Netzwerk und Fachwissen. Beispielweise haben wir nach Jahren einen „Professional Cyclist Pension Plan“ entwickeln können, der genau auf die Bedürfnisse des Sportlers abgestimmt ist. Da leider nicht jede Karriere nach Plan verläuft, brauchen junge Fahrer eine kostenschlanke, flexible und jederzeit auflösbare Altersvorsorge.

  1. Welche Produkte empfehlen Sie Radsportlern über den vorgeschriebenen Versicherungsschutz hinaus abzuschließen?

Generell ist mit unserem Paket, das bereits viele Teams abgeschlossen haben, schon ein guter Grundschutz für die Athleten vorhanden. Es beinhaltet eine Reise-, Rückführungs-, Sportunfähigkeits-, Todesfall- und Haftpflichtversicherung. Zusätzlich empfehlen wir eine Altersvorsorge, die sich jährlich auf die Einkommenssituation anpassen lässt und im vernünftigen Verhältnis dazu steht. Fahrern mit höheren Einkommen raten wir noch zu zusätzlichen „Upgrades“ ihrer Sportunfähigkeits- und Todesfallversicherungen. In den vergangenen Jahren haben wir leider oft genug mitbekommen, wie wichtig dieser Punkt gerade für die Angehörigen sein kann. Zu all diesen Punkten empfehlen wir ausländischen Fahrern immer ein Auge auf Ihre Krankenversicherungen zu haben. In vielen Ländern ist das Gesundheitssystem nicht so gut wie bei uns in Deutschland. Einigen Fahrern, die aus Übersee nach Europa kommen, fehlt da oft der Überblick. Hier beraten wir gern.

  1. Worauf müssen sich Radsportler beim Abschluss einer Versicherung verlassen können? Wo macht SVL Sports den Unterschied?

Das Risiko „Berufsradsportler“ muss in der Police oder in einer extra Erweiterung vom Versicherer bestätigt sein. Formlose Bestätigungen helfen im schlimmen und kostenintensiven Schadensfall kaum weiter und sind unverlässlich. Der wesentliche Unterschied von SVL Sports ist, dass wir uns auf diese Sportart spezialisiert haben, aus eigener sportlicher Erfahrung über entsprechendes Fachwissen verfügen und unsere Strukturen entsprechend angepasst haben. Das fängt bei der Registrierung an und hört beim Schadensfall auf. Ein Teammanager oder Fahrer wartet bei uns keine 24 Stunden auf eine Versicherungsbestätigung. Durch diesen mittlerweile automatisierten Ablauf nehmen wir allen etwas Arbeit ab und vereinfachen dem Kunden vieles. Ein weiterer Riesenvorteil ist unser mehrsprachiges Emergency-Center. Mit der 24 h erreichbaren MOS medical helpline GmbH aus Murnau haben wir einen Partner, der unsere Teams kennt, der selbst Freund des Sports ist und im Sinne des Fahrers handelt. Egal ob ein Niederländer schwer verletzt aus der Dominikanischen Republik oder ein Kolumbianer nach Sturz in der Tour de France nach Hause gebracht werden muss – die Kollegen bekommen es hin. Es ist auch für uns beruhigend zu sehen, wenn ein Deutscher Sportler in Algerien nachmittags auf der Zielgerade stürzt und einen Tag später schon in Deutschland operiert wird. Solche Erfahrungen helfen dann natürlich auch bei weniger schlimmen Fällen weiter und machen uns sattelfest. Zu den genannten Punkten gibt es viele weitere Kleinigkeiten. Generell arbeiten wir immer sehr kundenorientiert, sind bei vielen Events auch selbst vor Ort und stehen unkompliziert bei jeglichen Fragen zur Verfügung.

  1. Warum empfehlen sie auch Nachwuchsfahrern in der U23  bereits die Zusammenarbeit mit SVL Sports?

Um mögliche Risiken in der aktuellen Situation zu bewerten und dafür Lösungen zu finden. Das ganze natürlich angepasst an die jeweilige Lebens- und Einkommenssituation. Gern geben wir auch Hilfestellung mit unserem globalen Netzwerk. In der jahrelangen Zusammenarbeit mit Teammanagern, sportlichen Leitern, riders agent’s und erfolgreichen Sportlern haben wir schon viel gesehen und gehört. Oft konnten wir mit „Rat und Tat zur Seite stehen und Lösungen finden. Wie schon erwähnt, immer mit Herzblut und Spaß am Radsport.

  1. Sie sind auch Inhaber eines eigenen Radsport-Teams. Wie wichtig ist Ihnen ein professionelles Management dieses Teams und was verstehen Sie darunter?

Das professionelle Management ist das Wichtigste. Darunter verstehe ich als erstes, dass unser Team von mehreren Leuten organisiert wird. Glücklicherweise haben wir das Team Sauerland NRW p/b Henley & Partners mit einer Hand voll Leuten geplant und gestartet. Besonders ohne meinen Kollegen Heiko Volkert, Marco Gantenbein und dem NRW Landestrainer Wolfgang Oschwald wäre das nicht möglich. Jeder hat sein Aufgabengebiet und ist verlässlich dabei. Ein Team ist ja nichts anderes, als ein Betrieb. Geht es chaotisch zu, merken es die Fahrer und die Leistungsbereitschaft sinkt, genau wie in einem Unternehmen unzufriedene Mitarbeiter nicht hilfreich sind. Während sich unser Coach um das Sportliche kümmert, sind wir bei SVL Sports mit allen administrativen und organisatorischen Tätigkeiten im Hintergrund beschäftigt. Wir sind in der Lage, unser noch junges Team zu Anfang nicht kommerziell betreiben zu müssen, wir wollen mit unseren Talenten wachsen.

  1. In welche Richtung muss sich der Radsport in den kommenden Jahren, vor allem von der kommerziellen Seite, entwickeln?

In Deutschland sollte sich die Szene weiterentwickeln und in der Öffentlichkeit den Stellenwert bekommen, den der Radsport meiner Meinung nach verdient. Es ist vieles besser als noch vor ein paar Jahren, aber es muss weitergehen. Ein toller weiterer Schritt wäre die geplante Deutschland Tour 2018. Die Teilnahme ist dann auch ein echtes Ziel für unser Team Sauerland NRW p/b Henley & Partners. Wichtig ist bei allem, dass auch das Fernsehen mitspielt. Uns hat begeistert, dass die ARD bei der Tour de France wieder dabei ist. Super war auch zu sehen, wie das WDR auf unser eigenes Team reagiert hat. Ein Schlag war dagegen die fast nicht vorhandene Berichterstattung beim Radrennen Rund um Köln. Generell geht es aber in eine gute Richtung und Neuigkeiten wie die Aufwertung von Rund um Eschborn Frankfurt zum World Tour Rennen helfen sicher auch der kommerziellen Seite des gesamten Radsports. International gesehen brauchen die Teams Planungssicherheit in Sachen Struktur des Sports. Selbst auf unserem Niveau merken wir in Gesprächen mit Geldgebern, dass es kompliziert sein kann, einem Außenstehenden zu erklären, was ein Pro-Continental-Team ist, und was dieser Status in zwei Jahren bedeutet. Zum einen ist es eine Tradition im Radsport, dass Teamnamen kommen und gehen, aber meiner Meinung nach wäre etwas mehr Langfristigkeit besser. Wenn man hört, wie es zwischen UCI, den Teams und auch Rennveranstaltern rumort, steht das einer kommerziellen Entwicklung im Wege. Allerdings haben wir dort wenig Einblick, und ich kann mir kein Urteil erlauben.

  1. Wie wichtig sind für sie Marketing im Radsport?

Marketing im Radsport ist sehr wichtig und wird immer wichtiger. Die Persönlichkeits- und sportliche Entwicklung verlangt Ausdauer vom Sportler, aber auch Geld und zielführende Förderung. Erfolg entsteht aus verschiedenen Faktoren. Einen Teil bringt der Sportler von sich aus mit, andere Teile erhält er durch externe Unterstützung- i.d.R. gegen Bezahlung. Weiter fördert gutes Marketing im Radsport das Ansehen unserer geliebten Disziplin. Der Einzelne trägt dabei eine wichtige Rolle und kann z. B im vorher trainierten Interview Fans für den Radsport gewinnen. Mir fallen noch viele weiter Punkte ein, allein daran erkennen Sie, wie wichtig das Thema ist.